Team » Martin Lentz
Martin Lentz, 1969 in Hamburg geboren, studierte nach Abitur und Zivildienst in seiner Heimatstadt, an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Schulmusik. Als Cellist und Kontrabassist, seit seinem 18. Lebensjahr auch als Dirigent, hatte er zuvor in verschiedenen Jugendorchestern Erfahrungen gesammelt, denen er noch heute den einen oder anderen Orchesterpsychologischen Kniff verdankt. 1999 nahm er an der Internationalen Dirigentenwerkstatt Mürzzuschlag (Österreich) und wurde wenig später zum Dirigenten des „LandesjugendSPASSorchesters“ Thüringen (heute STÜBA-Philharmonie), was allerdings ursächlich nicht direkt zusammenhängt. Bereits während seiner Studienzeit übernahm er im Lehrauftrag die Leitung des „Jugendkammerorchesters der Musik- und Kunstschule Jena“. Außerdem leitete von seit 1994 bis 2006 des Rahlstedter Kammerorchesters (Hamburg). An der Musikhochschule in Weimar studierte er zusätzlich Dirigieren bei Prof. Frischmuth, dem damaligen Leiter des MDR-Chores in Leipzig. 1995 gründete er das noch immer bestehende, studentisch selbst-organisierte Bundesschulmusikerorchesters, und organisierte dessen Probenphasen 1995, 1996 und 1999. Die verschiedenen Orchester reisten unter seiner musikalischen Leitung u.a. nach England, Norwegen, Mexiko, Schweden, Griechenland, Rumänien, Finnland, litauen, Frankreich, Italien und Palästina. 1999 gründete Martin Lentz mit befreundeten Musikern „Salonorchester Weimar“, mit dem er auch heute noch als Kontrabassist viel konzertiert. Daneben engagierte er sich als Leiter bei verschiedenen Kursen und Orchesterprojekten, der Gründung des „Landesverbandes Thüringen der Jeunesses Musicales Deutschland“ und als stellvertretender Direktor der Musik- und Kunstschule Jena sowie als Gastdozent verschiedener Kurse bei der JMD (Jeunesses Musicales Deutschland), dem AMJ (Arbeitskreis Musik in der Jugend). In Jena betrat er mit der Produktion „Glaszeiten“ am Theaterhaus Jena 1997 auch die Opernbühne. Unter seiner Leitung entstanden Aufführungen der Opern „Der Kaiser von Atlantis“ (Victor Ullmann) und „Brundibar“ (Hans Krasa) unter der Regie von Tobias J. Lehmann, die es 1999 auch an das Berliner Hebbel-Theater schaffte. Weitere Projekte, u.a. Vorbereitungsproben für GMD Ingo Metzmacher beim Hamburger „tutti“-Orchester, bei denen, wie in Jena oft die Musik des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stand, brachten ihn im Dezember 2004 in den Kontakt mit der Barenboim-Said Foundation, für die er 2005 sehr intensiv und seither noch als Berater das Musikausbildungsprogramm in den von Israel besetzten Gebieten – besonders Ramallah – betreut. Seit Oktober 2002 besteht eine engere Zusammenarbeit mit der Jenaer Philharmonie. Einer getanzten Aufführung des „Carnevals der Tiere“ von Saint-Saens folgte „Mio mein Mio“ des finnischen Komponisten T. Hietala, 2005 das Projekt mit Werken von Sibelius, Lutoslawski und Gulda, sowie 2006 Konzerte unter dem Titel „Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte“, angeregt durch eine Begegnung mit Arvo Pärt.
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